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Primarschule Uster
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Ein Streit/Konflikt ist eine zeitlich begrenzte Auseinandersetzung zwischen zwei oder mehr Schülerinnen und Schülern, die aus unterschiedlichen Interessen, Meinungen oder Bedürfnissen entsteht. Solche Konflikte gehören zu sozialen Interaktionen dazu und bieten Chancen, um die Perspektive anderer einzunehmen und soziale Kompetenz zu entwickeln.
Zwei Drittklässler geraten in Konflikt, weil sie gleichzeitig dasselbe Spielzeug im Pausenhof nutzen möchten.
Mobbing ist eine systematische und wiederholte Schikanierung eines oder mehrerer Schülerinnen bzw. Schüler, bei der eine oder mehrere Personen dauerhaft in eine Machtposition gelangen und gezielt Druck auf ein Opfer ausüben. Mobbing gilt als gravierende Gefährdung für das Kindeswohl und zieht längerfristig psychosoziale Folgen nach sich. Es bedarf deshalb umfassender Prävention.
Eine Schülerin der 4. Klasse wird über mehrere Wochen wiederholt von einer kleinen Gruppe Mitschüler/innen beim Mittagessen isoliert. Sie laden sie nicht zum gemeinsamen Sitzen ein und machen spöttische Bemerkungen („Bleib allein, du bist komisch!“).
Anzeichen von Mobbing äussern sich bei Kindern ähnlich wie jene von Stress. Tipps hierzu finden Sie im Bereich Gesundheit.
Erste Anlaufstelle ist die Klassenlehrperson. Wenn dies nicht ausreicht oder das Kind das nicht möchte, können Sie sich jederzeit an die Schulsozialarbeitenden wenden.
Wichtig: Bitte nehmen Sie nicht selbst Kontakt auf mit dem anderen Kind oder dessen Eltern. Das kann die Situation stark verschlechtern.
Hören Sie zu, nehmen Sie die Sorgen ernst und versuchen Sie gleichzeitig, die Selbstwirksamkeit Ihres Kindes zu stärken. Es ist zentral, dass Kinder und Jugendliche lernen, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu setzen sowie die Grenzen anderer zu respektieren. Dies reduziert das Risiko von Gewalt. Die Schulsozialarbeit kann auch da unterstützen. Hier finden Sie Tipps, wie Sie Ihr Kind stärken können.
Zuerst sammeln die Schulsozialarbeitenden Informationen und sprechen mit den beteiligten Parteien, einschliesslich der betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie der Lehrpersonen. Ein vollständiges Bild des Konflikts hilft, die Ursachen und Dynamiken zu verstehen. Im nächsten Schritt suchen sie gemeinsam mit den Kindern nach Lösungen. Das kann in Beratungsgesprächen stattfinden oder mit moderierten Gesprächen zwischen den Konfliktparteien. Alle Beteiligten sollen ihre Sichtweise darstellen können und Lösungen sollen für alle akzeptabel sein.
Cybermobbing ist Mobbing, das via digitale Medien erfolgt. Es findet in sozialen Medien wie Instagram, TikTok, Snapchat oder Facebook, in Chats oder in Kommentarspalten im Internet beispielsweise bei YouTube oder Twitch. Cybermobbing hat eine grosse Dynamik und Geschwindigkeit, da es rund um die Uhr wirkt.
Es ist ratsam, Beweise zu sichern und den Vorfall an die Jugendintervention der Kantonspolizei zu melden. Bei einem Bezug zur Schule können Sie sich jederzeit an die Schulsozialarbeitenden wenden. Kinder und Jugendliche können sich zudem rund um die Uhr an die Beratungsstelle 147 von Pro Juventute wenden.
Für Anzeigen und Beratung steht die Jugendintervention der Kantonspolizei Zürich zur Verfügung.
Polizeiposten Uster: Ruedi Honegger, Tel. +41 58 648 77 12
Die psychische Belastung für das Kind ist gross, denn der Konflikt ist im Netz omnipräsent und fast unkontrollierbar.
Besprechen Sie mit Ihrem Kind, dass es vorsichtig mit seinen persönlichen Daten und Fotos umgehen soll.