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Gesundheit

Gesundheit - Tipps und Beratung für den Alltag

Gesundes Znüni & Zvieri

Zwischenmahlzeiten in der Schule sind wichtig, damit sich die Kinder gut konzentrieren können, Energie haben und sich wohlfühlen. Mit diesen Tipps sind Znüni und Zvieri ausgewogen und machen Freude.

Das eignet sich sehr gut:

Wasser oder ungesüsster Kräuter-/Früchtetee

Obst und/oder Gemüse

Getreide und/oder ein Milchprodukt

Nüsse

Das darf ab und zu auch sein:

o  Fleisch und Fleischprodukte wie Wurst oder Schinken (am besten fettarm)

o  Trockenfrüchte

o  Fruchtsaft ohne Zuckerzusatz

Das sollte besser nicht ins Znüni oder Zvieri:

Schokoladen-, Milch- und Getreideriegel

gezuckertes Müesli

Biskuits/Guetzli

Süssgetränke wie Eistee, Sirup, Cola

Energydrinks

künstlich gesüsste Getränke (light/zero)

gesüsste aromatisierte Milchgetränke

fettige oder stark gesalzene Produkte wie Salzstangen, Chips

Extratipps:

  • Eine Portion Gemüse und Früchte ist ca. so viel, wie in eine Hand Ihres Kindes passt.
  • Bunt zusammengesetzte und abwechslungsreiche Znüni/Zvieri in einer hübschen Box stossen oft auf mehr Anklang als ein ganzer Apfel. In der Box bleibt zudem alles frisch.
  • Bereiten Sie das Znüni zusammen mit dem Kind vor und gehen Sie zusammen einkaufen. Das kann sich positiv auf die Beziehung, die Selbstwirksamkeit und die Selbstständigkeit auswirken.

Bewegung für alle

Die einen Kinder würden sich am liebsten von früh bis spät bewegen – andere müssen ein wenig dazu animiert werden. Es gibt viele geeignete Orte und Spielideen, die aus Bewegung Spass machen.

Wie viel Bewegung tut gut?

Expertinnen und Experten empfehlen für Kinder und Jugendliche täglich mindestens 60 Minuten Bewegung.

Dabei gilt: Je jünger die Kinder sind, umso mehr Bewegung soll es sein. Die Kleinen können dabei ruhig ausser Atem und ins Schwitzen geraten.

  • Spielplätze: In Uster laden zahlreiche Spielplätze die Kinder und Familien zum Spielen und Verweilen ein. Eine Übersicht dazu bietet der Kinder- und Jugendstadtplan.
  • Abenteuerspielplatz Holzwurm: Der Abenteuerspielplatz bietet Kindern viel Freiraum mit Möglichkeiten zum Spielen, Klettern, Hütten bauen, Feuer machen, im Sand spielen und vielem mehr.
  • Spielmobil Uster: Das Spielmobil ist mit zwei Cargo-Velos in Uster unterwegs. Mit Spielsachen und Bastelmaterial kommt es zu den Kindern in den Stadtpark und in die Quartiere.
  • Vereine: Ob Theater, Kunst, Tanz, Pfadi, Judo oder Fussball – es ist für alle etwas Passendes dabei.
  • Wasserspass im Hallenbad, Dorfbad und Strandbad: Ob Sommer oder Winter: In Uster gibt es immer eine Möglichkeit zum Schwimmen und Planschen. 
  • Freiwilliger Schulsport: Im freiwilligen Schulsport können Ustermer Schülerinnen und Schüler neue Sportarten ausprobieren und vertiefen. Die Kurse dauern jeweils ein Semester.
  • Sport und Fun Camp: In diesem Camp können Primarschülerinnen und -schüler Sportarten kennenlernen. Es findet in den Ferien statt und dauert eine Woche.
  • Stars in der Schule: Schülerinnen und Schüler können Sportstars kennenlernen, die ihnen während einer Lektion ihre Sportart vorstellen.
  • Active City: Ein kostenloses Sport- und Bewegungsangebot im öffentlichen Raum, das sich an Jung und Alt richtet.
  • Weitere Feriensportkurse: Verschiedene Sportwochen für Kinder und Jugendliche ergänzen die anderen Angebote der Stadt Uster.

Stress bei Kindern erkennen

Leistungsdruck in der Schule, Streit mit Freunden oder Schwierigkeiten im Familienalltag: Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder können unter Stress leiden. Das sind häufige Anzeichen.  

🧠 Kognitive Anzeichen

  • Konzentrationsprobleme
  • Vergesslichkeit
  • Lernschwierigkeiten, z. B. Leistungseinbruch in der Schule
  • Entscheidungsunfähigkeit („Ich weiss nicht…“)

😟 Emotionale Anzeichen

  • Reizbarkeit, Wutausbrüche
  • Rückzug, Traurigkeit, Apathie
  • Überängstlichkeit, z. B. Trennungsangst oder Versagensangst
  • Stimmungsschwankungen

🚸 Verhaltensveränderungen

  • Rückfall in frühere Entwicklungsstufen (z. B. Einnässen, Daumenlutschen)
  • vermehrte Trotzreaktionen
  • aggressives Verhalten gegenüber anderen
  • sozialer Rückzug oder starkes Klammern an Bezugspersonen
  • Schlafprobleme (Ein- und Durchschlafstörungen, Albträume)
  • Essveränderungen (Appetitlosigkeit oder übermässiges Essen)

🤒 Körperliche Symptome

  • Bauch- oder Kopfschmerzen ohne erkennbare Ursache
  • Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung
  • häufige Infekte (geschwächtes Immunsystem)
  • Muskelverspannungen
  • Nägelkauen, Zähneknirschen

Stress zu erkennen ist der erste Schritt, um etwas dagegen zu tun. Sprechen Sie mit Ihrem Kind und versuchen Sie herauszufinden, woher der Stress stammt. Unten finden Sie Tipps für die Stärkung von Kindern, was auch zu Stressprävention und Stressabbau beiträgt.

Das Kind stärken

Starke Kinder können besser mit schwierigen Situationen umgehen. Mit den folgenden Tipps können Sie den Selbstwert, das Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeit Ihres Kindes fördern.

Selbstwert und Selbstvertrauen stärken

  • Erinnern Sie Ihr Kind regelmässig an seine Stärken.
  • Zeigen Sie, dass Fehler normal sind. Sprechen Sie offen über eigene Fehler oder Rückschritte und leben Sie einen guten Umgang damit vor.
  • Vermitteln Sie, dass der Wert eines Menschen nicht von der Leistung abhängt.
  • Loben Sie Einsatz und Mühe, nicht nur das Ergebnis – auch wenn das Kind erfolgreich war.
  • Anerkennen Sie Fortschritte, besonders wenn etwas herausfordernd war.
  • Fördern Sie die Individualität Ihres Kindes. Sehen Sie seine Besonderheiten und Interessen als etwas Wertvolles und fördern Sie diese.
  • Vermeiden Sie Vergleiche mit Geschwistern oder anderen Kindern – jedes Kind ist einzigartig.

Selbstwirksamkeit fördern und dem Kind etwas zutrauen

  • Ermöglichen Sie Mitbestimmung z. B. bei der Kleiderwahl (sofern passend zum Wetter) oder bei kleinen Alltagsentscheidungen.
  • Lassen Sie Ihr Kind eigene Lösungen finden und begleiten Sie es dabei, statt ihm Dinge abzunehmen. Ein Beispiel: Sammeln Sie bei Konflikten mit Freundinnen und Freunden gemeinsam Ideen, die das Kind umsetzen kann.
  • Beziehen Sie das Kind in Aufgaben ein, auch wenn es länger dauert (z. B. beim Kochen oder Tischdecken).
  • Besprechen Sie Familienregeln gemeinsam. Die Eltern geben den Rahmen vor, Kinder dürfen mitentscheiden.
  • Machen Sie Erfolge und Fortschritte sichtbar, besonders bei Dingen, die Mut oder Ausdauer erforderten (z. B. mit einem Stolz-Tagebuch oder Fotos).
  • Regen Sie Selbstreflexion und Selbstbeobachtung an. Mögliche Fragen: "Wie hast du das geschafft?“ „Was hat dir heute besonders gutgetan?“

Emotionale Stärke und Achtsamkeit fördern

  • Kinder profitieren von Momenten der Entschleunigung. Kommen Sie gemeinsam zur Ruhe und bieten Sie kurze Zeiten ohne Reize an.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Gefühle – auch über eigene – und benennen Sie diese. Nutzen Sie dafür z. B. ein Gefühlsbarometer.
  • Führen Sie Achtsamkeits- und Dankbarkeitsrituale ein z. B. ein Dankbarkeitstagebuch oder kurze Atemübungen.
  • Reden Sie gemeinsam über den Tag. Was war schön? Was schwierig? So lernt das Kind, Erlebnisse zu reflektieren.
  • Wenn Ihr Kind Zeit für sich braucht, lassen Sie ihm Raum, um sich selbst zu beruhigen – ohne Druck oder sofortige Lösung.
  • Verwenden Sie eine achtsame Sprache. Unbewusste Bewertungen wie „endlich richtig“, „immer/nie machst du das“ können Druck auslösen. Beschreiben Sie Verhalten, statt es zu bewerten.

Eltern-Kind-Beziehung pflegen

  • Verbringen Sie bewusste Zeit mit dem Kind – möglichst ohne Ablenkung oder Geschwister.
  • Zeigen Sie Zuwendung durch Blickkontakt, gemeinsames Lachen, Zuhören.
  • Machen Sie dem Kind deutlich: Es ist liebenswert, so wie es ist, unabhängig von Leistung.
  • Schaffen Sie Abendrituale wie z. B. gemeinsames Lesen oder singen, kurze Gespräche oder Geschichten.

Wichtig: Kinder lernen am meisten durch das, was Eltern ihnen vorleben – nicht durch das, was Eltern ihnen sagen.

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