Gesund,
Sicher,
Stark
Prävention an der
Primarschule Uster
Logo Stadt Uster
Sexualität

Sexualität: Tipps und Beratung für den Alltag


Hier geht es direkt zu den Themen:

WIE UND WANN AUFKLÄREN

SEXUALISIERTE GEWALT

Wie und wann sollte ich mein Kind aufklären?

Früh mit Kindern über ihren Körper und Sexualität zu sprechen, ist wichtig, denn damit sind sie besser vor sexuellen Übergriffen geschützt. Gehen Sie mit dem Tempo der Kinder und lassen Sie Fragen zu, wenn diese aufkommen.

🧒 1. Beginnen Sie frühzeitig, aber altersgerecht

  • Schon im Vorschulalter beginnen Kinder, ihren Körper bewusst wahrzunehmen. Ab diesem Zeitpunkt darf kindgerechte Aufklärung beginnen.
  • Thema sind zunächst die korrekten Begriffe für Körperteile, Körperfunktionen, das Thema Privatsphäre und Gefühle.

💬 2. Sprechen Sie offen, ehrlich und sachlich

  • Verwenden Sie eine klare, aber einfache Sprache.
  • Beantworten Sie Fragen ehrlich. Wenn Sie etwas nicht beantworten möchten, können Sie z. B. sagen: „Das erkläre ich dir, wenn du etwas älter bist.“

🧍‍♀️🧍‍♂️ 3. Thematisieren Sie körperliche Autonomie und Grenzen

  • Kinder sollen wissen: „Mein Körper gehört mir.“
  • Sie dürfen „Nein“ sagen – auch bei unangenehmen Berührungen durch Erwachsene.
  • Bilderbücher helfen, solche Situationen zu besprechen.

Sexualisierte Gewalt vorbeugen und erkennen

Aufklärung und offene Gespräche über den eigenen Körper sind der beste Schutz vor Missbrauch. Wenn Sie den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt, helfen spezialisierte Fachstellen.

Die meisten Übergriffe finden im familiären oder näheren Umfeld statt, oft durch Personen, die dem Kind bekannt sind. Nehmen Sie Aussagen oder Hinweise Ihres Kindes ernst. Kinder müssen sich im Durchschnitt an sieben Erwachsene wenden, bevor ihnen geglaubt und geholfen wird. Bei Verdacht auf Missbrauch stehen spezialisierte Fachstellen bereit, um Unterstützung zu bieten.

Tipps für die Prävention

  • Thematisieren Sie mit Ihrem Kind, dass es gute Geheimnisse und schlechte Geheimnisse gibt.
  • Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, eigene und fremde Grenzen wahrnehmen. Das beginnt damit, dass Sie ihm Raum geben, wenn es diesen braucht.
  • Bestärken Sie Ihr Kind, auf sein Gefühl zu hören. Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, dann muss es dies sagen dürfen.
  • Benennen Sie Körperteile.

Was tun bei dringendem Verdacht?

Handeln Sie, wenn Ihr Kind Hinweise auf einen Missbrauch gibt oder konkrete Aussagen dazu macht. Bei dringendem Verdacht involvieren Sie bitte sofort das Kinderspital Zürich.

Telefonnummer der Opferberatungsstelle: +41 44 249 60 66
www.kispi.uzh.ch 

Wie verhalte ich mich bei einem Verdacht gegenüber meinem Kind?

  • Stellen Sie keine Suggestivfragen.
  • Hören Sie Ihrem Kind zu, glauben Sie ihm und nehmen Sie es ernst.
  • Sagen Sie Ihrem Kind, dass es keine Schuld hat.

Welche Fachstellen helfen?

Castagna: Die vom Kanton Zürich anerkannte Opferhilfe-Beratungsstelle berät Jugendliche, in der Kindheit sexuell ausgebeutete Frauen und Männer, nicht ausbeutende Eltern, Bezugspersonen von Betroffenen, Fachpersonen und Institutionen.

Opferhilfe Schweiz: Die Opferhilfe berät kostenlos, vertraulich und anonym – in der ganzen Schweiz. Sie hilft, traumatische Erfahrungen zu bewältigen, informiert Opfer über Ihre Rechte und vermittelt weitere Hilfe.

Limita: Fachstelle für Prävention, die sowohl Fachpersonen als auch Erziehungsberechtigte informiert.

Kokon: Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Elternnotruf: 24/7-Beratung für Eltern per Telefon, Mail, Chat oder persönlich.

147.ch: Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche von ProJuventute per Telefon, Chat und Mail.

143.ch: Beratungsangebote für Erwachsene in Krisensituationen per Telefon, Chat und Mail.

Weitere Artikel zum Thema

Themen